Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel ist eine kreisfreie Stadt in der Mitte des Landes an der Ostsee mit direktem Zugang zur Kieler Bucht. Sie ist die größte Stadt und neben Lübeck, Flensburg und Neumünster ein Oberzentrum des Bundeslandes und ein bedeutendes Schiffbauzentrum. Ferner ist Kiel eine traditionsreiche Universitätsstadt und hat einen starken maritimen Bezug in den Bereichen Marine, Segeln und Meeresforschung. Die nächstgelegene Metropole ist die Hansestadt Hamburg, etwa 90 km südlich.
Kiel wurde zwischen 1233 und 1242 von Graf Adolf IV. von Holstein aus dem Hause Schauenburg gegründet. Nur bei Kiel stieß das sächsische Territorium an die Ostsee – nördlich der Levensau lag Schleswig und damit dänisches Gebiet, östlich der Schwentine hinter dem Limes Saxoniae lag Wagrien und damit slawisches Gebiet, das zu dieser Zeit noch nicht fest in der Hand der holsteinischen Grafen war. Daher war diese Stelle an der Förde die einzige Möglichkeit für einen sächsischen Ostseehafen. Als solcher wurde Kiel als eine der nördlichsten Städte im Heiligen Römischen Reich planmäßig angelegt. Gleichzeitig stiftete Graf Adolf das Franziskanerkloster, in dem er auch seinen Lebensabend verbrachte. 1242 erhielt Kiel das Lübische Stadtrecht verliehen.
Der Südfriedhof in Kiel wurde 1869 eröffnet. Er liegt etwa zwei Kilometer südwestlich der Altstadt zwischen dem Winterbeker Weg und der Saarbrückenstraße. Nach dem Südfriedhof ist auch der ihn umgebende Stadtteil benannt. Der Stadtteil hat laut Stand vom 30. Juni 2008 14.298 Einwohner und weist eine Fläche von 319 Hektar bzw. 3.19km² auf.
1865 wurden erste Grundstücke für den Friedhof angekauft. Der Landschaftsgärtner Wilhelm Benque, der auch den Bremer Bürgerpark entwarf, legte 1866 einen ersten Entwurf für den neuen Friedhof vor. 1867 folgte dann ein überarbeiteter Entwurf, und die Erdarbeiten waren noch im gleichen Jahr im Wesentlichen abgeschlossen. 1868 wurde mit der Bepflanzung des Gartens begonnen. Am 30. April 1869 wurde der Friedhof dann unter dem Namen Neuer Kirchhof eingeweiht. Durch Ankauf weiterer Ländereien vergrößerte man den Friedhof in den Jahren 1888/1889 auf die heutige Fläche von ca. 13 Hektar. Mit der Eröffnung des neuen Friedhofs Eichhof im Jahre 1901 erhielt der Friedhof dann seinen jetzigen Namen Südfriedhof.
Der Stadtteil Kiel-Brunswik zählt rund 22.000 Einwohner und zählt mit seinem Baurecht und seinen Gewerbeverordnungen als Innenstadt, obwohl jener traditionell durch das Binnengewässer Kleiner Kiel von der Altstadt getrennt ist. Die Brunswik schließt sich nördlich der Altstadt auf dem Westufer der Kieler Förde an und gilt unter Ortsansässigen und auf Stadtkarten als Kiel-Nord (obwohl die Bezeichnung Kiel-Nord auch für die Stadtteile nördlich des Nord-Ostsee-Kanals benutzt wird).
Die Bezeichnung Brunswik bezieht sich auf die Region, die im Süden von der Bergstraße und "Kleinem Kiel", im Westen zur Hauptfeuerwache am Westring, im Osten durch das Villenviertel Düsternbrook und im Norden von der Wik in Form der Belvedere-Großkreuzung begrenzt wird. Der Innenstadt-Status begründet sich auf der großen Einkaufsstraße namens Holtenauer Straße, die längs zwischen Innenstadt/Holstenbrücke und der Kreuzung Belvedere rund 3,5 km beträgt und in der Wik bis zum Nord-Ostsee-Kanal noch weitere 2,5 km beträgt. Die Geschäftsstraße beträgt jedoch nur rund 2,2 km und endet am zentralen wiedereröffneten "METRO"-Kino, welches im ehemaligen Schlosshof beherbergt ist. Hauptsächlich befinden sich auf der Holtenauer Straße Cafés, Restaurants, Kleidungsgeschäfte, Supermärkte, Drogerien und Apotheken; jedoch ist diese auch für extravagante Kontore (im Gegensatz zur Innenstadt) bekannt, die durch ihren Charme alter Kolonial und Hansebund-Waren der Einkaufsmeile ihren besonderen Ausdruck vermitteln. Beispiele finden sich in alten Norwegischen Wollgeschäften, Tee- und Weinkontoren, sowie traditionellen indischen Kleidungsgeschäften, Morgenländischen Teppichgeschäften, Antiquariaten, Schmuckschauwarengeschäften und spezialisierten Fleischereien bzw. in Nebenstraßen auch Fischereifachverkaufsläden. Mit seiner Vielfalt an konsumierbaren Waren bildet dieser Stadtteil schon ein Unikum in Schleswig-Holstein, jedoch beherbergt besonders die Holtenauer Straße nicht nur dies, sondern auch ein reichhaltiges kulturelles Angebot.
Der Stadtteil Ravensberg der Landeshauptstadt Kiel bezeichnet das Gebiet zwischen der Gutenbergstraße im Süden bis zum Nordfriedhof/Paul-Fuß-Straße im Norden und zwischen Stadtautobahn (Bundesstraße 76) im Westen und Knooper Weg bzw. Holtenauer Straße im Osten.
Den Namen hat der Stadtteil von einem kleinen Hügel, dem Ravensberg, auf dem der Wasserturm steht. Die Postleitzahl ist 24118.
Der Kieler Stadtteil Schreventeich liegt zwischen den Stadtteilen Hasseldieksdamm bzw. der Gemeinde Kronshagen im Westen und den Stadtteilen Exerzierplatz und Damperhof im Osten. Nördlich grenzt der Stadtteil an den Stadtteil Ravensberg mit dem Stinkviertel, südlich an Südfriedhof.
Namensgebend für den Stadtteil ist der östlich im Stadtteil gelegene Schreventeich, der vom Schrevenpark, vormals Hohenzollernpark, einer weitläufigen und sehr beliebten Grünanlage, umschlossen wird.
Im Osten des Stadtteils befindet sich neben Handelsgeschäften, Gastronomie und Arzt-Praxen auch das Städtische Krankenhaus. Westlich des Westrings befindet sich die Kieler Niederlassung der Deutschen Telekom AG. Im selben Komplex befindet sich seit 2006 auch das Katasteramt der Landeshauptstadt.
Gaarden ist ein seit 1901 eingemeindeter Stadtteil auf dem Ostufer von Kiel, der in Gaarden-Ost und Gaarden-Süd/Kronsburg unterteilt wird. Insgesamt hat Gaarden somit rund 22.000 Einwohner.
Gaarden verfügt unter anderem über eine Schwimmhalle, das Freibad Katzheide, das Veranstaltungszentrum Räucherei und eine Stadtteilbibliothek. Außerdem befinden sich in Gaarden diverse Moscheen, sowie eine Berufsschule.
Hassee ist ein Stadtteil von Kiel.
Der Name Hassee geht auf den 1222 urkundlich erwähnten Namen Hertse zurück. Der Name weist auf den Hirschsee hin, der mittlerweile trockengelegt ist. Im Jahre 1667 wurde Hassee mit den heutigen Kieler Stadtteilen Russee, Suchsdorf und Wik sowie den heute noch selbständigen Orten Kronshagen und Ottendorf zu einem Bauernvogtdistrikt zusammengefasst. Die Gemeinde bestand damals aus den drei Dörfern Hassee, Dehmühlen und Winterbek. 1867 wurde Schleswig-Holstein preußische Provinz und somit Hassee eine Gemeinde im Amtsbezirk Kronshagen. Bis 1909 war Hassee eine selbständige Gemeinde, wo heute noch ein Gedenkstein auf dem sogenannten Schmuckplatz am Bahnhof Hassee erinnert. Auf dem Findling steht geschrieben: „Gemeinde Hassee 1909“.
Am 1. April 1910 wurde Hassee mit Gaarden, Hasseldieksdamm, Ellerbek und Wellingdorf in Kiel eingemeindet. Durch die Eingemeindung Hassees wuchs Kiel um 368 ha und 6.564 Einwohner. Durch die Eingemeindung mussten einige Straßen in Hassee umbenannt werden, um Verwechslungen zu vermeiden. So hieß zum Beispiel die heutige Hasseer Straße damals Dorfstraße. Noch heute steht die 1871 gepflanzte „Friedenseiche“ im alten Dorfkern Hassees, am Uhlenkrog.
Ellerbek ist ein Stadtteil von Kiel auf dem Kieler Ostufer. Ellerbek hat rund 6.000 Einwohner.
Ellerbek ist im wesentlichen durch eine Einzel- und Reihenhausbebauung geprägt; die lokale wirtschaftliche Struktur ist hingegen wenig ausgeprägt. Ellerbek ist durch eine Altersstruktur gekennzeichnet, die einen verhältnismäßig hohen Altersdurchschnitt der Bevölkerung hat.
Ellerbek war ursprünglich ein Fischerdorf. Es ist wohl im 13. Jahrhundert entstanden. Hier wurde u. a. auch die bekannteste Kieler Delikatesse, die Kieler Sprotte, erfunden. Seinen Namen hat Ellerbek wahrscheinlich von einem Erlenbach, der in der Kieler Förde mündete. Ellerbek wurde – mit der Ernennung Kiels zum Kriegshafen von 1871 – durch die Werftindustrie und Marine geprägt. Dadurch wurde die Bevölkerung zur Umsiedlung nach Wellingdorf gezwungen. Das Dorf Ellerbek wurde durch die Werftneubauten fast vollständig umgebaut. Um dennoch an das alte Fischerdorf Ellerbek zu erinnern, wurde ein einziges Haus als Museumsgebäude erhalten. Dieses Haus wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört, so dass von dem alten Fischerdorf nichts übrig geblieben ist. Das heutige Ellerbek kann man als typische Arbeitersiedlung bezeichnen, die im Zuge der Industrialisierung entstand, im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. An der Wasserseite Ellerbeks ist heute das Marinearsenal Arsenalbetrieb Kiel angesiedelt, so dass es von Ellerbek aus keinen freien Zugang zum Wasser mehr gibt.
Kiel-Holtenau (dänisch: Holtenå) ist ein Stadtteil von Kiel, im Nordwesten der Stadt. Kiel-Holtenau befindet sich am Endpunkt des Nord-Ostsee-Kanals an der Kieler Förde (Ostsee) und ist bekannt für seine große Schleuse für Seeschiffe und als Standort des Kieler Flughafens. Nördlich von Kiel-Holtenau befindet sich der Olympiahafen Kiel-Schilksee.
Wahrzeichen Holtenaus sind neben Schleusen und Kanal der Leuchtturm und der Tiessen-Kai. Ein weiteres interessantes Gebäude ist das Kanal-Packhaus. Die Holtenauer-Hochbrücken sind zwar unübersehbar, aber haben nicht mehr den Charme der ersten Kanalhochbrücke von Friedrich Voß, von der nur noch kleinste Reste vorhanden sind.
Es ist immer noch nicht geklärt, ob die in alten Urkunden zu findenden Bezeichnungen Olthena oder Altena den heutigen Stadtteil Kiel-Holtenau bezeichneten. Möglicherweise bezeichnet die Wortendung "a" das spätere Wort "au", denn nicht zuletzt zeigt der Name Levensau, dass aus dem nordischen stammende Bezeichnungen durchaus in Gebrauch waren. Seit dem 15. Jahrhundert jedoch finden sich sichere Informationen über das Bauerdorf Holtenau. Das Dorf gehörte erst zum Gut Knoop, dann zum Gut Seekamp, das dort im 17. Jahrhundert am Ort der heutigen Dankeskirche einen Meierhof errichtete. Da die Siedlung nördlich der Levensau lag, gehörte sie - anders als Kiel - nicht zu Holstein, sondern zu Schleswig.
Der Bau des Alten Eiderkanals und dessen Fertigstellung 1779 hatte erstaunlicherweise nur einen geringen Einfluss auf den Ort.
Kiel-Friedrichsort (dänisch: Frederiksort) ist ein Stadtteil im Norden von Kiel. Oft wird Friedrichsort zusammen mit Pries genannt (Pries-Friedrichsort).
An der schmalsten Stelle der Kieler Förde baute der dänische König Christian IV. 1631 die Festung Christianspris. Europa befand sich zu dieser Zeit im Dreißigjährigen Krieg. Bereits 1634 wurde die Festung von schwedischen Truppen eingenommen, später geschleift und dem Verfall preisgegeben. Christians Nachfolger Frederik III. erbaute die Festung in den Jahren 1663 bis 1667 neu und nannte sie in Friedrichsort um. Unter den Preußen kamen weitere militärische Produktionsstätten hinzu. Bis heute ist dem Ort seine Geschichte als Militärstützpunkt anzusehen. 1922 wurden Pries und Friedrichsort nach Kiel eingemeindet, infolge dessen beide Orte mehr und mehr miteinander verschmolzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der historischen oberirdischen Gebäude zerstört. Dennoch diente die Festung mit ihren Kasematten in der unmittelbaren Nachkriegszeit für viele Kriegsflüchtlinge als Unterkunft. Die Bundeswehr betrieb dort eine Signalstelle und Salutbatterie. In dieser Zeit wurden neben Erhaltungsmaßnahmen auch weitere Eingriffe in die historische Substanz vorgenommen. Erhalten sind heute noch einige Wallanlagen, eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude aus der preußischen Zeit sowie in den Kasematten 80 Räume mit einer Fläche von 6.500 Quadratmeter. Nach intensiver Zusammenarbeit mit Standortverwaltung, Kommune und Erwerbsinteressenten konnte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben diese historische, rund 90.000 Quadratmeter große Liegenschaft an den neuen Eigentümer, der Friedrichsorter Verwaltungs GmbH, übergeben. Damit konnte die zunächst von der Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (gebb) begonnene, aber 2003 wieder zurückgestellte Verwertungstätigkeit
Neumühlen-Dietrichsdorf ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel auf dem Ostufer der Kieler Förde und hat etwa 12.000 Einwohner. Die Fachhochschule Kiel und der Ostuferhafen (ein Frachthafen der Stadt) liegen auf dem Gebiet dieses Stadtteils.
Bevor Neumühlen-Dietrichsdorf 1924 nach Kiel eingemeindet wurde, war Dietrichsdorf ein landwirtschaftlich geprägter Ort, während die Bewohner Neumühlens von den zahlreichen Mühlen entlang der Schwentine lebten.
Während um 1871 nur etwa 700 Einwohner gezählt wurden, änderte sich dies mit der Ansiedlung der Howaldt-Werft. Direkt vor den Werfttoren wurde für die Arbeiter der Ortsteil Neu-Dietrichsdorf angelegt, so dass der Stadtteil um 1900 bereits knapp 3000 Einwohner hatte.
Elmschenhagen ist ein Stadtteil im Südosten von Kiel. Elmschenhagen hat rund 18.000 Einwohner. Der Stadtteil befindet sich am Rande der Holsteinischen Schweiz und ist von drei Seen (Wellsee, Langsee und Tröndelsee) umgeben.
Elmschenhagen wurde 1286 erstmals unter dem Namen Elvereshagen urkundlich erwähnt, und zwar im Bocholtschen Register von Konrad II., dem Propst des Preetzer Klosters.
Seit 1939 gehört Elmschenhagen zu Kiel. Das alte Rathaus dient heute als Kindergarten.
Suchsdorf ist ein Stadtteil im Nordwesten von Kiel, etwa 5 - 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die früher eigenständige Gemeinde Suchsdorf wurde 1958 in das Kieler Stadtgebiet eingemeindet. Suchsdorf hat rund 11.000 Einwohner und wurde kürzlich um das neue Wohngebiet Suchsdorf an der Au erweitert.
Erstmalige urkundliche Erwähnung im Jahre 1269 als Sukestorpe (= das Dorf des Suko). Die Anfänge des Dorfes werden jedoch schon im 9. Jahrhundert nach Chr. vermutet. Im Zweiten Weltkrieg wurde Suchsdorf, vor allem wegen seiner strategisch wichtigen Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal, zu etwa 80 % durch Bombenangriffe zerstört. Eine Vermutung, warum das zivile Suchsdorf zerstört wurde, geht auch dahin, dass die alliierten Bomberpiloten die beiden Kieler Kanalbrücken, die zur Orientierung aus der Luft dienten, verwechselten und daher Suchsdorf anstelle der militärisch wichtigen Walterwerke in Kiel-Wik bombardierten.
Schilksee (da: Skilksø) ist ein Stadtteil von Kiel. Er liegt im Norden der Stadt an der Kieler Förde auf der Halbinsel Dänischer Wohld. Bekannt geworden ist Schilksee durch das dort als Austragungsort der Segelwettbewerbe zu den Olympischen Spielen 1972 errichtete Olympiazentrum Schilksee .
Die erste Nennung Schilksees geht auf den hier damals lebenden Adligen Thimmo de Skildekesse zurück. 1274 erschien dies im Kieler Stadtbuch, das – auf Pergament geschrieben – noch heute im Stadtarchiv vorhanden ist. Seit 1575 gehörte das Bauerndorf Schilksee zum Gutsbezirk Seekamp. 1791 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft, Seekamp wurde zu einem Parzellenhof zurückgestuft, Stift zum Hauptsitz des lange bestehenden Gutsbezirkes Stift-Seekamp.
1876, wenige Jahre nach der Annexion des bis dahin nicht zum Deutschen Bund gehörigen Herzogtums Schleswig, wurde Schilksee preußische Landgemeinde. Bis zur 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Schilksee nur Landwirtschaft auf 6 Halbhufen und 4 Parzellenhöfen. Seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts leben und arbeiten ständig Künstler auf dem ehemaligen Gut Seekamp, zunächst Hans Olde, der Ältere (Mitbegründer der klassischen Moderne und Freilichtmalerei in Deutschland) sowie sein gleichnamiger Sohn. 1927 fand hier unter Beteiligung von verschiedenen Künstlern die Kinderrepublik Seekamp statt.
Mettenhof ist ein Stadtteil im Westen von Kiel, der in den 1960er Jahren als Großwohnsiedlung errichtet wurde. Mit knapp 19.000 Einwohnern ist Mettenhof der bevölkerungsreichste Stadtteil Kiels.
Der Name Mettenhof geht zurück auf einen Hof, der um 1670 zu Gut Quarnbek gehörte und nach der Frau seines Eigentümers, Meta von der Wisch, benannt wurde. Von 1937 bis 1939 wurde in Mettenhof eine – baulich schlichte, eingeschossige – Siedlung für Werksangehörige eines örtlich ansässigen Unternehmens gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Mettenhof auf der Suche nach Wohnraum in den Fokus. 1960 wurde Mettenhof von seinem damaligen Eigentümer an die Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft Neue Heimat verkauft. 1963 trat die Gemeinde Melsdorf ihren Ortsteil Mettenhof an die Stadt Kiel ab; Mettenhof wurde am 1. Juni 1963 mit 526 Einwohner nach Kiel eingemeindet. Zwei Jahre später im Jahre 1965 wurde mit dem Bau des „neuen“ Stadtteils Mettenhof begonnen. Mettenhof war ursprünglich für 40.000 Einwohner geplant. Da sich der Wohnungsmarkt aber schneller entspannte als zunächst angenommen, wurden in den 1970er Jahren die noch nicht umgesetzten Pläne überarbeitet und die noch zu bauenden Wohneinheiten reduziert. Nach den überarbeiteten Plänen war Mettenhof sodann für 21.000 Menschen konzipiert. In den neunziger Jahren wurden der Osloring, der Bergenring und das Einkaufszentrum am Kurt-Schumacher-Platz umfangreich saniert. Der südliche Teil des Kurt-Schumacher-Platz wurde überdacht. Eine Erweiterung des Einkaufszentrum zum ehemaligen Parkplatz zwischen Drontheimstraße und Stavangerstraße wurde zuletzt 2007 verschoben.
Meimersdorf ist ein Stadtteil im Südwesten von Kiel. Der ländlich geprägte Stadtteil gehörte bis 1970 zum Kreis Plön und wurde bis dahin vom Amt Moorsee verwaltet. Er gilt als der „grüne Süden Kiels“ und umfasst eine Fläche von rund 766 Hektar.
Meimersdorf gliedert sich in die Ortsteile Altmeimersdorf und Neumeimersdorf. Der Ortsteil Altmeimersdorf ist Sitz zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe, die überwiegend um den Dorfplatz gruppiert sind. Der Dorfplatz war ursprünglich ein unbebaubares Feuchtgebiet, später eine von den Bauern gemeinschaftlich genutzte Fläche mit drei Teichen. Auf der Mitte des von Bäumen umschlossenen Dorfplatzes findet sich eine markante Eiche. Im Ortsteil Neumeimersdorf wurde 1998 ein etwa zwanzig Hektar großes Wohngebiet für rund 500 Wohneinheiten erschlossen. Die Fläche wurde zuvor landwirtschaftlich genutzt und vergrößert die Wohnbevölkerung um rund 1.500 Menschen.
Der Wellsee ist ein See in Kiel zwischen den Stadtteilen Elmschenhagen, Kroog, Rönne und Wellsee. Er ist seit 1994 Teil des Landschaftsschutzgebietes Wellsee und Wellsau-Niederung, und entstand durch den Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit.
Zufluss des Wellsees ist der Bach Schlüsbek, Abfluss die Welllsau (auch: Wilsau oder Neuwührener Au). Von dort gelangt das Wasser des Sees über die Schwentine zur Ostsee.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente der Wellsee den Bewohnern der umliegenden Stadtteile noch als Badesee; aufgrund der schlechten Wasserqualität ist das Baden heute jedoch verboten. Dennoch ist die Gegend um den See ein beliebtes Naherholungsgebiet. In strengen Wintern bildet er ein Zentrum für Schlittschuhläufer aus allen umliegenden Ortsteilen, insbesondere aus Elmschenhagen und Kroog.
In den ausgedehnten Schilfgebieten am Ufer des Sees leben verschiedene - auch seltene - Wasservögel. Bereits seit Ende der 1950er-Jahre verlandet der See in einigen Randzonen.